~ So geht es mir heute ~
Kapitel 13
 

Ich lebe völlig zurückgezogen

mit meinen 3 Bolli`s in einem beschaulichen Dörfchen, in einem kleinen Haus.
Wirklich winzig klein, nur 30 qm, aber zuckersüß und es ist alles da was man zum Leben braucht.
Eine niedliche kleine Küche, ein tolles Bad, eine Ecke zum Schlafen, einen Tisch zum Essen
und ich habe sogar einen Kamin !
Wirklich eine ganz feine Sache und es macht dieses eh` schon bezaubernde, kleine Knusperhäuschen,
noch 1000 Mal gemütlicher !
Es ist voll möbliert und Fernseher, Waschmaschine, Staubsauger, Wäscheständer, Toaster, Töpfe, Gläser...ec...
alles was ich ja nicht mehr besitze…. ist vorhanden.

Ringsherum habe ich einen wunderschönen Garten, um den ich mich kümmern darf,
das größte Glück für mich und meine Kobolde. Das ist für mich wirklich wie ein Geschenk,
ein kleines Paradies auf Erden und nur für uns !

Und ich habe jetzt die besten Vermieter, die man sich nur wünschen kann.
Ganz liebe, herzensgute und grundehrliche Menschen !
Das weiß ich sehr zu schätzen und auch das, ist für mich wie ein Geschenk !

Ich weiß nicht ob es Gott selbst war, der uns im Auge hatte, oder ob er uns einen Schutzengel geschickt hat…
auf jeden Fall bin ich überzeugt davon, dass irgend jemand auf mich/uns aufgepasst hat und dafür gesorgt hat,
dass wir 4, nach all` diesen schlimmen Jahren, genau hier,
an diesem schönen, ruhigen Ort gelandet sind und da bin ich sehr, sehr dankbar für !

Ich versuche nun täglich nach vorne zu schauen, nicht zurück
und mich an dem zu freuen was ich jetzt habe.

Nur irgendwie funktioniert es nicht so wirklich, denn innerlich hat mich all` das erlebte, schon ziemlich zerstört.

 

Ich leide immer noch unter Alpträumen, das heißt, eigentlich immer der Gleiche.
Wie ich im Dunkeln, mal mit einer Taschenlampe, mal mit einer Kerze, durch SEIN HAUS schleiche
um noch irgendwelche Sachen von mir zu finden und aus dem Haus zu retten,
bis ich seine Schritte höre, wie er die Treppe runterkommt, mein ganzer Körper bebt wieder vor Angst
und ich rase dann, durch eine der vielen Türen, nach draußen... und wieder ohne was.

Es hört nicht auf, wird es wohl nie.

Man zerbricht an so etwas und verliert jegliche Lebensfreude,
weil man ist nicht im Stande zu begreifen, was da mit einem passiert ist
und es ist schwer oder gar nicht zu begreifen, dass Menschen geboren werden,
ohne auch nur einen Hauch von Gefühl, völlig emotionslos
und das man von solch einem Menschen geblendet und reingelegt wurde.
Ebenso, das
ich so vorgeführt, belogen, hintergangen und fallen gelassen wurde, von seiner ganzen Familie,
von solch falschen Menschen, die mal jahrelang ein liebgewonnener Teil meines Lebens waren,
auch das schmerzt immer noch, dass man sich in Menschen so unglaublich täuschen kann.

Was auch der Grund ist, dass ich kaum noch jemanden in mein Leben lasse.

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Dieses fand ich noch im Internet, ich weiß leider nicht mehr wo...?

NIEMAND, der es nicht selbst erlebt hat, weiß…
was diese Menschen anrichten.
Und der Schaden ist irreparabel.
Man wird verrückt, weil man nicht versteht,
was mit einem passiert ist.
Es gibt kein Leben danach, zu kaputt ist alles.

Wer immer das geschrieben hat, hat auch diese Hölle erlebt und spricht mir so aus der Seele,
besser kann man es nicht formulieren.

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Sicher ist somit auch, das ich den Rest meines Lebens alleine verbringen werde,
was eigentlich, an sich, auch schon traurig ist,
aber es ist mir nicht mehr möglich einen Mann an mich ranzulassen.
Sobald mich jemand anspricht… und der kann noch so lieb und nett und sympathisch sein,
habe ich nur den einen Gedanken:

"Ist das auch so ein kaltes Ding ?"

...und bin schneller verschwunden, als der Schall.

Wenn man so etwas hinter sich hat,
ist es nicht mehr möglich, einem Mann... überhaupt einem anderen Menschen, jemals wieder zu vertrauen.

Die Zeit heilt alle Wunden... nein, tut sie nicht.

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Wie auch immer, es hat mir mehr als gut getan, mir das alles jetzt mal von der Seele zu schreiben
und ich denke, nun kann ich damit auch ein bisschen abschließen

...und nach vorne gucken, nicht zurück !

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Gott stürzt uns manchmal in unbekannte, stürmische Gewässer,
nicht um uns zu zerstören,
sondern, um uns zu reinigen.

* ENDE *
 
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